de-moveurope

MovEurope!- ein Projekt zur Sensibilisierung

der Lebenssituation von Geflüchteten in Europa

Was ist der Kontext?

Geflüchtete müssen nach Europarecht in dem Land einen Asylantrag stellen, in das sie als erstes in die Europäische Union (EU) einreisen und dort dauerhaft bleiben.
Innereuropäische Weitermigration, sog. “secondary movements”, ist kaum möglich. Aufgrund dessen werden viele Asylanträge in Deutschland zunächst nicht inhaltlich geprüft, sondern formell entschieden (und abgelehnt), da die Zuständigkeit für das Asylverfahren gemäß den Dublin-Regularien bei einem anderen Mitgliedsstaat liegt. Der innereuropäische Migrationsdruck vieler Menschen ist allerdings groß, da in vielen ost- und südeuropäischen Ländern kein funktionierendes Asylsystem existiert und viele Staaten Geflüchteten nicht ausreichend Schutz gewähren können. Schutzsuchende berichten aus Ungarn oder Bulgarien oft von willkürlicher Inhaftierung oder gar Misshandlungen, in Italien landen viele Geflüchtete auf der Straße. Für die betroffenen Personen (“Dublinflüchtlinge”) bedeutet diese rechtliche Diskriminierung ein jahrelanges Ausharren in Unsicherheit und Angst.

Häufig stellen viele Menschen keinen erneuten Asylantrag, was folglich auf ein Leben ohne gesicherten Aufenthaltsstatus hinaus läuft- oft verbunden mit der Zunahme von Marginalisierung und Nicht-Teilhabe an der Gesellschaft, Ausschluss vom Arbeitsmarkt und und vom Gesundheitssystem. Unser Verein migration_miteinander hat einen Weg erarbeitet, der legale (Weiter)Migration für Geflüchtete mit einer Aufenthaltsgenehmigung aus einem anderen EU-Staat über das Visumverfahren zu Ausbildungszwecken (§17 AufenthG) möglich macht und somit eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes,  unabhängiges Leben für unsere Zielgruppe schafft.

Was sind unsere Ziele und wie wollen wir sie umsetzen?

Die Ziele von MovEurope! sind das Sichtbarmachen der Lebenssituationen von Geflüchteten in Europa und der aktive Einsatz für die Bewegungsfreiheit von Geflüchteten innerhalb Europas.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Öffentlichkeitsarbeit. Diese ist darauf ausgerichtet die Bevölkerung Westfalens und Interessierte in der BRD  für die

Situation der eingeschränkten Bewegungsfreiheit von Geflüchteten innerhalb Europas, vor allem für die Folgen der Dublin-III-Verordnung zu sensibilisieren. Perspektiven von Menschen, deren Lebenssituation durch die Dublin-III-Verordnung beeinflusst wird, sollen aktiv in die Öffentlichkeitsarbeit einbezogen werden. Der Fokus des Projektes liegt momentan auf der Region Westfalen, soll aber perspektivisch auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.

Gemeinsam mit einem starken Netzwerk von aktiven Menschen wollen wir potenzielle Lösungsansätze (weiter)entwickeln. MovEurope! hat bereits einen Weg erarbeitet, der legale Migration nach Deutschland über ein Visumverfahren zu Ausbildungszwecken (nach §17 AufenthG) ermöglicht. Als notwendigen Zwischenschritt auf dem Weg zu einer Ausbildung organisieren wir, mit Hilfe eines Netzwerkes von Ehrenamtlichen, Hospitationspraktika und/oder Freiwilligendienste für geflüchtete Menschen.

Was tun wir konkret?

  • Über unsere Social Media Kanäle

(https://www.facebook.com/MovEurope-232235054128132/), sowie auf unserer Homepage (http://en.migrationmiteinander.de/)

dokumentieren wir unsere Arbeit, sowie aktuelle Entwicklungen der Asylpolitik der Europäischen Union und deren Auswirkungen auf die Lebenssituation geflüchteter Menschen.

  • Ende April 2019 werden wir am Institut für Waldorf- Pädagogik Witten/ Annen ein Symposium organisieren, das den thematischen Fokus auf die Situation von Geflüchteten in der Europäischen Union legen und in diesem Zusammenhang vor allem auf die Auswirkungen der Dublin-III-Verordnung eingehen wird. Dabei sollen vor allem auch Perspektiven von Geflüchteten, deren Lebenssituationen durch die Dublin-III-Verordnung beeinflusst werden, sowie Menschen aus unterschiedlichen europäischen Kontexten einbezogen werden.
  • Bis Ende Februar 2019 werden wir eine Informationsbroschüre zum Weg der legalen Migration über ein Visumverfahren zu Ausbildungszwecken (nach §17 AufenthG) erstellen. Diese wird den Menschen, die mit der Zielgruppe arbeiten, bzw. der Zielgruppe selbst als Handreichung zugänglich gemacht werden.
  • Zur Dokumentation der Lebenssituation von Geflüchteten in der Europäischen Union planen wir einen transnationalen Kurzfilm in Deutschland und Italien zu drehen. Durch verschiedene Kooperationen mit Vereinen und Initiativen in Bologna, Italien, haben wir die Möglichkeit vielfältige Kontexte und Perspektiven darzustellen.
  • Durch ein Netzwerk von Ehrenamtlichen begleiten wir konkret Menschen auf dem Weg der legalen Migration über ein Visumverfahren zu Ausbildungszwecken (nach §17 AufenthG). Für drei Teilnehmende konnten wir bisher ein Hospitationspraktikum organisieren. Für einen der drei Praktikanten ergab sich daraus die Möglichkeit einen Freiwilligendienst in derselben Einrichtung anzuschließen.

Alle Bereiche unseres Projektes bauen auf aktiver ehrenamtlicher Unterstützung auf und stärken somit das zivilgesellschaftliche Engagement von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die in der Region Westfalen leben.

Weitere Informationen und Kontakt:

E-Mail: moveurope@en.migrationmiteinander.de

Phone: +49 1631505334

MovEurope!- ein Projekt zur Sensibilisierung der Lebenssituation von Geflüchteten in Europa

Was ist der Kontext?

Geflüchtete müssen nach Europarecht in dem Land einen Asylantrag stellen, in das sie als erstes in die Europäische Union (EU) einreisen und dort dauerhaft bleiben.
Innereuropäische Weitermigration, sog. “secondary movements”, ist kaum möglich. Aufgrund dessen werden viele Asylanträge in Deutschland zunächst nicht inhaltlich geprüft, sondern formell entschieden (und abgelehnt), da die Zuständigkeit für das Asylverfahren gemäß den Dublin-Regularien bei einem anderen Mitgliedsstaat liegt. Der innereuropäische Migrationsdruck vieler Menschen ist allerdings groß, da in vielen ost- und südeuropäischen Ländern kein funktionierendes Asylsystem existiert und viele Staaten Geflüchteten nicht ausreichend Schutz gewähren können. Schutzsuchende berichten aus Ungarn oder Bulgarien oft von willkürlicher Inhaftierung oder gar Misshandlungen, in Italien landen viele Geflüchtete auf der Straße. Für die betroffenen Personen (“Dublinflüchtlinge”) bedeutet diese rechtliche Diskriminierung ein jahrelanges Ausharren in Unsicherheit und Angst.

Häufig stellen viele Menschen keinen erneuten Asylantrag, was folglich auf ein Leben ohne gesicherten Aufenthaltsstatus hinaus läuft- oft verbunden mit der Zunahme von Marginalisierung und Nicht-Teilhabe an der Gesellschaft, Ausschluss vom Arbeitsmarkt und und vom Gesundheitssystem. Unser Verein migration_miteinander hat einen Weg erarbeitet, der legale (Weiter)Migration für Geflüchtete mit einer Aufenthaltsgenehmigung aus einem anderen EU-Staat über das Visumverfahren zu Ausbildungszwecken (§17 AufenthG) möglich macht und somit eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes,  unabhängiges Leben für unsere Zielgruppe schafft.

Was sind unsere Ziele und wie wollen wir sie umsetzen?

Die Ziele von MovEurope! sind das Sichtbarmachen der Lebenssituationen von Geflüchteten in Europa und der aktive Einsatz für die Bewegungsfreiheit von Geflüchteten innerhalb Europas.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Öffentlichkeitsarbeit. Diese ist darauf ausgerichtet die Bevölkerung Westfalens und Interessierte in der BRD  für die

Situation der eingeschränkten Bewegungsfreiheit von Geflüchteten innerhalb Europas, vor allem für die Folgen der Dublin-III-Verordnung zu sensibilisieren. Perspektiven von Menschen, deren Lebenssituation durch die Dublin-III-Verordnung beeinflusst wird, sollen aktiv in die Öffentlichkeitsarbeit einbezogen werden. Der Fokus des Projektes liegt momentan auf der Region Westfalen, soll aber perspektivisch auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.

Gemeinsam mit einem starken Netzwerk von aktiven Menschen wollen wir potenzielle Lösungsansätze (weiter)entwickeln. MovEurope! hat bereits einen Weg erarbeitet, der legale Migration nach Deutschland über ein Visumverfahren zu Ausbildungszwecken (nach §17 AufenthG) ermöglicht. Als notwendigen Zwischenschritt auf dem Weg zu einer Ausbildung organisieren wir, mit Hilfe eines Netzwerkes von Ehrenamtlichen, Hospitationspraktika und/oder Freiwilligendienste für geflüchtete Menschen.

Was tun wir konkret?

  • Über unsere Social Media Kanäle

(https://www.facebook.com/MovEurope-232235054128132/), sowie auf unserer Homepage (http://en.migrationmiteinander.de/)

dokumentieren wir unsere Arbeit, sowie aktuelle Entwicklungen der Asylpolitik der Europäischen Union und deren Auswirkungen auf die Lebenssituation geflüchteter Menschen.

  • Ende April 2019 werden wir am Institut für Waldorf- Pädagogik Witten/ Annen ein Symposium organisieren, das den thematischen Fokus auf die Situation von Geflüchteten in der Europäischen Union legen und in diesem Zusammenhang vor allem auf die Auswirkungen der Dublin-III-Verordnung eingehen wird. Dabei sollen vor allem auch Perspektiven von Geflüchteten, deren Lebenssituationen durch die Dublin-III-Verordnung beeinflusst werden, sowie Menschen aus unterschiedlichen europäischen Kontexten einbezogen werden.
  • Bis Ende Februar 2019 werden wir eine Informationsbroschüre zum Weg der legalen Migration über ein Visumverfahren zu Ausbildungszwecken (nach §17 AufenthG) erstellen. Diese wird den Menschen, die mit der Zielgruppe arbeiten, bzw. der Zielgruppe selbst als Handreichung zugänglich gemacht werden.
  • Zur Dokumentation der Lebenssituation von Geflüchteten in der Europäischen Union planen wir einen transnationalen Kurzfilm in Deutschland und Italien zu drehen. Durch verschiedene Kooperationen mit Vereinen und Initiativen in Bologna, Italien, haben wir die Möglichkeit vielfältige Kontexte und Perspektiven darzustellen.
  • Durch ein Netzwerk von Ehrenamtlichen begleiten wir konkret Menschen auf dem Weg der legalen Migration über ein Visumverfahren zu Ausbildungszwecken (nach §17 AufenthG). Für drei Teilnehmende konnten wir bisher ein Hospitationspraktikum organisieren. Für einen der drei Praktikanten ergab sich daraus die Möglichkeit einen Freiwilligendienst in derselben Einrichtung anzuschließen.

Alle Bereiche unseres Projektes bauen auf aktiver ehrenamtlicher Unterstützung auf und stärken somit das zivilgesellschaftliche Engagement von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die in der Region Westfalen leben.

Weitere Informationen und Kontakt:

E-Mail: moveurope@en.migrationmiteinander.de

Phone: +49 1631505334